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Von Wolfsburg nach Wilhelmshaven geschwommen

Auszug aus der Walsroder Zeitung vom 21. Juni 2019

Großes Engagement beim Zwölf-Stunden-Schwimmen des Schwarmstedt / SG Böhmetal im Einsatz / Mehr als 80 Teilnehmer

SCHWARMSTEDT (ruh). Im allgemeinen geraten die  Schwarmstedter nicht so leicht ins Schwimmen. Doch wenn richtige „Wasserratten“ erst einmal loslegen, sind sie kaum noch zu stoppen. So auch am vergangenen Sonnabend, als die Schwimmsparte des MTV Schwarmstedt anlässlich des 110-jährigen Vereinsbestehens zu einem Zwölf- Stunden-Schwimmen eingeladen hatte. Obwohl die Anmeldung im Vorfeld sehr schleppend lief, war das Organisationsteam um  Spartenleiterin Angela Baranowsky und Katy Wolkenhauer am Ende doch sehr zufrieden. Über 80 Teilnehmer gingen zum Teil mehrfach an Start und schwammen insgesamt über 350 Kilometer, also praktisch von Wolfsburg nach Wilhelmshaven, wie die Staffelläufer zum Tag der  Niedersachsen auf Trikots und Plakaten verkündeten.

Die Strecke auf der 25- Meter-Bahn im Schwarmstedter Hallenbad war zwar nicht so abwechslungsreich, aber viel Spaß hatten die Teilnehmer dennoch, auch dank eines bunten Rahmenprogramms. So sorgten die Feuerwehr Schwarmstedt mit Bratwurst vom Grill und die Landfrauen mit Kuchen für das leibliche Wohl von Teilnehmern und Besuchern. Allerdings hätten sie weit mehr Zuschauer versorgen können als die wenigen, die den Weg zum Hallenbad fanden. Mit Kaffee, Kaltgetränken, belegten Brötchen und allerlei Schnökereien versorgte der Verein Schwimmer und Helfer. Eine Tombola lockte mit zahlreichen Gewinnen, die am Ende des Tages auch fast alle einen Abnehmer gefunden hatten. Da es auch für die Nieten Trostpreise gab, ging niemand leer aus.

In der Schwimmhalle war stets Betrieb auf allen Bahnen, Helfer machten eifrig Striche auf den Karten der Teilnehmer, die alle eine Badekappe mit Startnummer erhalten hatten, um Verwechslungen beim Zählen auszuschließen. Bei Unterbrechung oder Ende der Aktivität eines Teilnehmers wurde die Karte der „Meldestelle“ ausgehändigt.
Dort sorgten Dieter Tolks und Jens Wolkenhauer für einen Übertrag ins EDVSystem. So konnte jederzeit auf Knopfdruck Auskunft darüber erteilt werden, ob ein Schwimmer schon in den Medaillenrängen seiner Altersklasse liegt oder noch ein paar Bahnen dran hängen sollte, wenn er unbedingt einen Pokal mit nach Hause nehmen möchte.

Allerdings waren die meisten Schwimmer vor allem aus Spaß an der Sache dabei, Urkunden, Medaillen und Pokale spielten nur eine untergeordnete Rolle. Doch bei der Siegerehrung am Ende eines langen Tages gab es für jeden Teilnehmer eine Urkunde. Kinder der Jahrgänge  2010 und jünger bekamen alle eine Medaille. Die  Jahrgänge 2009 und älter waren in zwölf Wertungsklassen eingeteilt, in denen jeweils die drei weiblichen und  männlichen Teilnehmern mit den meisten geschwommenen Metern einen Pokal erhielten.

14 Aktive legten Strecken über mehr als zehn Kilometer zurück. Spitzenreiter war Mika Gümmer mit 16.000 Metern, gefolgt von Verena Ley und Annike Ehlers mit je 15.000 Metern. Senior Dieter Tolks kam auf 12.000 Meter. Aber auch Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries wagte sich in die Fluten und schwamm 3500 Meter.

Eine gelungene Veranstaltung, die bei Gelegenheit wiederholt werden soll, gern auch gemeinsam mit der diesmal unterstützenden DLRG Ortsgruppe Schwarmstedt, wie deren Vorsitzender Reinhard Bartling versicherte.